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Klöckner & Co klotzt in Amerika 20.01.2011
SRH AlsterResearch
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SRH AlsterResearch, Oliver Drebing, stuft die Aktie von Klöckner & Co (ISIN DE000KC01000 / WKN KC0100) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.
Der in die Wege geleitete Erwerb von Macsteel Service Centers USA (MSCUSA) sei auch für Klöckner & Co ein großer Brocken. Bei Vollzug der Übernahme, für die am 19. Januar eine Grundsatzvereinbarung kommuniziert worden sei und die insbesondere noch unter dem Vorbehalt einer erfolgreich abgeschlossenen Due Diligence stehe, käme Klöckner & Co auf dem US-Markt strategisch entscheidend voran. Mit einem Umsatzvolumen von 1,3 Mrd. USD sei die bisherige Tochter der südafrikanischen Macsteel Global in etwa so groß wie die Klöckner & Co-Tochter Namasco.
Bislang würden die beiden Stahldistributions- und Serviceunternehmen die Plätze sieben und acht im Ranking des US-Stahl- und Metallhandels belegen. Bei zusammengefasstem Geschäft sei Klöckner & Co auf Augenhöhe mit ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001 / WKN 750000) Materials NA gelangt und habe sich hinter Reliance (ISIN US7595091023 / WKN 892629), McJunkin Red Man und Ryerson (ISIN US78375P1075 / WKN 871114) unter die Top-Distributoren und Service Center für den gesamten nordamerikanischen Metallmarkt eingereiht. Die Akquisitionskasse von rund 700 Mio. EUR dürfte mit Vollzug des Zukaufs um rund 400 Mio. EUR in Anspruch genommen werden (einschließlich Verbindlichkeitenübernahme).
Im Dezember habe Klöckner & Co eine Wandelanleihe über 186 Mio. EUR mit einer Laufzeit von sieben Jahren begeben und damit das Budget für Unternehmenszukäufe zunächst ausgeweitet. Bislang stelle die seit 1. März 2010 konsolidierte Becker Stahl-Service (Umsatzgrößenordnung vor Übernahme durch Klöckner & Co bei 600 Mio. EUR; Transaktionsvolumen: 207 Mio. EUR) die bedeutendste Akquisition der Unternehmenshistorie dar. Den Abschluss des Kaufvertrages mit Macsteel Global erwarte Klöckner & Co für das 2. Quartal (Konsolidierung dann rückwirkend ab 1. Januar 2011).
Regionale Schwerpunkte der vergangenen Herbst vorgestellten Erweiterungsstrategie seien zum einen Nordamerika (Akquisitionen), zum anderen die Märkte Brasilien (Akquisitionen) sowie China (eigenständiger Markteintritt; klarer Fokus auf Niederlassungen europäischer und nordamerikanischer Kunden). Die Transaktionstätigkeit in Nordamerika - bereits im Dezember habe Klöckner & Co mit der Übernahme von Lake Steel (Jahresumsatz bei 60 Mio. USD) eine kleinere Arrondierung vorgenommen - erfolge aus einem Zwang zur Größe heraus, um ein Gegengewicht zur bereits weitgehend konsolidierten Herstellerseite herauszubilden. Den eigentlichen Sprung auf den Wachstumszug stelle der Markteintritt in den Schwellenländern dar. Das Unternehmensziel hinsichtlich des organischen Wachstums gebe Klöckner & Co für 2011 mit 10% an.
Wie in der Kommentierung der Analysten im November für die nachfolgenden Wochen vorhergesagt, habe die erneute Trendwende bei den Stahlpreisen (Asien sei bereits mit anziehenden Daten vorgeprescht) eine deutliche Sentimentaufhellung bei den Stahltiteln ausgelöst und der kurzfristigen Aktienkursentwicklung den zuvor fehlenden "Katalysator" besorgt. Mittlerweile (seit Mitte November) hätten die Stahlpreise in den USA um knapp ein Drittel angezogen und würden bereits die Preisdaten von April/ Mai übertreffen. In Europa habe ebenfalls eine deutliche Erholung stattgefunden, allerdings gegenüber einem Zwischentief, das nicht die Dimension des Einbruchs in den USA erreicht habe.
Auf Basis angehobener Prognosen (Macsteel-Transaktion berücksichtigt) und einer Kurszielformulierung von 30 EUR (zuvor 25 EUR) ergebe sich ein EV-EBITDA-Verhältnis (2011e) 7.
Angesichts der vorgezeichneten Wachstumsstrecke halten die Analysten von SRH AlsterResearch eine Bewertungsprämie für gerechtfertigt und bestätigen ihr Anlageurteil "kaufen" für die Klöckner & Co-Aktie. (Analyse vom 20.01.2011) (20.01.2011/ac/a/d)
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